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14.12. 2015

Geflüchtete Kinder und Jugendliche stärken!
Positionen der offenen Kinder- und Jugendarbeit NRW

"Der Dachverband Katholischer Offener Kinder- und Jugendarbeit in NRW hat auf seiner Mitgliederversammlung am 19.11.2015 ein Positionspapier zu Geflüchtete Kinder und Jugendliche veröffentlicht. Das Positionspapier mach deutlich wie der Dachverband Katholischer Offener Kinder- und Jugendarbeit in NRW, gemeinsam mit ihren Mitgliedern, den Trägern der Einrichtungen, Engagement fördern, Integration ermöglichen und Ressourcen stärken möchte, damit es zu einer gelungenen Integration kommen kann.

Folgende Forderungen hat die LAK Kath. OKJA NRW:
  • Wir fordern, dass die Kinderrechte und das Kindeswohl für alle jungen Menschen, auch oder besonders für geflüchtete Kinder und Jugendliche, der Maßstab allen Engagements sind und so mehr Beachtung finden. Nur so haben in Deutschland lebende Kinder und Jugendliche gleiche Lebenschancen und nur so ist gesellschaftliche Teilhabe und persönliche Entwicklung möglich. Wir machen uns stark für ein selbstbestimmtes Leben für alle Kinder und Jugendlichen unabhängig ihres Aufenthaltsstatus. Die momentane Praxis, vielen geflüchteten Menschen mehrfach, teils über Jahre hinweg immer wieder die Duldung zu verlängern, verurteilen wir und fordern diesen Status der erzwungenen Abhängigkeit schnellst möglich zu ändern und Perspektiven für die Betroffenen zu schaffen. Dies verbessert und unterstützt unsere Forderung nach besseren Perspektiven für geflüchtete Kinder und Jugendliche besonders in den Bereichen: Wohnen, Bildung, Freizeit und Arbeit.
  • Die Rasanz des Zustroms von Flüchtlingen in Deutschland löst bei vielen Menschen Ängste aus. Diesen Ängsten und Bedenken müssen wir uns als Gesellschaft stellen und eine Thematisierung zulassen. Das ist für uns ein klarer Unterschied zu rechtem Gedankengut, welches in unseren Einrichtungen keinen Platz hat. Hier gilt es, Ängste durch Begegnung und das gegenseitige Kennenlernen abzubauen. Bei aller Hilfe und Unterstützung für geflüchtete Menschen dürfen wir auch nicht die vergessen, die bisher am Rande unserer Gesellschaft standen und ebenfalls unser Engagement benötigen.
  • Bei allem Engagement in der Bundesrepublik fordern wir die politischen Akteure in Deutschland und der EU auf, geflüchtete Menschen hier weiterhin willkommen zu heißen und Integration zu ermöglichen, sich aber auch für eine Verbesserung der Lebenssituationen - durch aktive Friedenspolitik - in den Herkunftsländern einzusetzen."

Das Positionspapier in ausführlicher Form können Sie über den aufgeführten Link nachlesen.

Quelle:
LAG Kath. OKJA NRW

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