Silke Starke-Uekermann - 14.03.2016

Jugendlichen immer wieder Chancen geben.

Der Josefstag 2016 unter dem Motto "Faire Arbeit - Jugend braucht Perspektive". Die Auftaktveranstaltung zum Josefstag mit Kardinal Marx und Bischof Wiesemann in München.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, und der Vorsitzende der DBK-Jugendkommission, Bischof Karl-Heinz Wiesemann (Speyer), haben gemeinsam mit Politikerinnen, Politikern und zahlreichen Akteuren der Jugendsozialarbeit am Freitag, 11. März, in München den diesjährigen Josefstag bundesweit eröffnet. Unter dem Motto "Faire Arbeit - Jugend braucht Perspektiven" werben die katholische Kirche und die Träger des Josefstags bis zum Namenstag des Heiligen am 19. März an unterschiedlichen Orten in ganz Deutschland für gerechte Löhne, unbefristete Jobs und besondere Aufmerksamkeit für benachteiligte junge Menschen. Kardinal Marx sagte, es müsse für alle Jugendlichen mehr als nur eine Chance auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt geben.
Gruppenbild Auftakt Josefstag.
Gruppenbild Auftakt Josefstag.
Jugendbischof Wiesemann verdeutlichte, in jedem Menschen stecken Fähigkeiten, die es zu entfalten gelte. Dazu trügen die Jugendsozialarbeit, die Jugendpastoral und die Jugendverbandsarbeit bei. Die beiden Bischöfe nutzten die Gelegenheit zum Gespräch mit jungen Auszubildenden einer Kolping-Werkstatt für Garten- und Landschaftsbau. Dabei erprobten sie auch selbst ihre praktischen Fähigkeiten.
Kardinal Marx im Austausch mit Jugendlichen über ihre Arbeit im Garten und Landschaftsbau.
Kardinal Marx im Austausch mit Jugendlichen über ihre Arbeit im Garten- und Landschaftsbau.
Jugendbischof Wiesemann bei Vorbereitungen für Pflasterarbeiten.
Jugendbischof Wiesemann bei Vorbereitungen für Pflasterarbeiten.
Junge Menschen in faire Arbeit zu integrieren, ist ein vorrangiges Ziel der Jugendsozialarbeit. „Unter fairer Arbeit verstehen wir unbefristete Beschäftigungsverhältnisse mit einem angemessenen Lohn und gerechten Arbeitsbedingungen“, erläuterte die Vorsitzende der BAG KJS, Lisi Maier. Sie kritisierte jedoch die Ausschreibungspraxis bei öffentlichen Aufträgen. Es wäre hilfreich, wenn der Staat hierbei weniger Preisdruck ausüben würde. „Insbesondere die staatlichen Förderbedingungen und Ausschreibungsverfahren stellen auch die Jugendarbeit und die Jugendsozialarbeit immer wieder selbst vor große Herausforderungen“, so Maier. Die Träger der öffentlich geförderten Ausbildungsstätten laufen Gefahr, ihre eigenen Leute
nicht mehr unbefristet einstellen zu können.
Bundesweite, dezentrale Aktionen zum Josefstag finden vor allem am Freitag, 18. März und am Samstag, 19. März, dem Hochfest des Heiligen Josef, statt. Einrichtungen der katholischen Jugendsozialarbeit in Deutschland laden Verantwortliche aus Politik, Kirche und Gesellschaft ein. Dabei werden die Gäste in den direkten Austausch mit sozial benachteiligten und individuell beeinträchtigten Jugendlichen treten und gemeinsam mit den Jugendlichen aktiv sein.

Der Heilige Josef ist Schutzpatron der Arbeiter und Jugendlichen. Aus diesem Anlass findet der Josefstag an seinem Gedenktag am 19. März statt. Mittlerweile seit 10 Jahren. Der Josefstag ist eine Aktion des „arbeit für alle e.V.“, einer Initiative des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), der Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz und der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit. Zusammen mit der Katholischen Jugendsozialarbeit Bayern, dem Kolping-Bildungswerk, dem Diözesancaritasverband und dem BDKJ-Diözesanverband wurden die Auftaktveranstaltung zum Josefstag von den Träger organisiert.

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