Sie sind neugierig und wollen einen tieferen EINBLICK in die Jugendsozialarbeit in katholischer Trägerschaft gewinnen? Dann sind Sie hier richtig!

Im EINBLICK berichten unsere Fachreferenten und -referentinnen, unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus den Projekte oder unsere Entscheider aus ihrer Arbeit. Viel Spaß beim Reinlesen und Eindruck verschaffen.

Alexander Hauser - 08.07.2016

Was ist eigentlich das YES-Forum?

Alexander Hauser - zuständiger Europa-Referent für die BAG KJS - führt in die Arbeit des YES-Forums ein.

YES Forum – Netzwerktreffen in Jakobstad/Finnland 8. bis 10. Juni 2016

Das YES Forum ist ein europäisches Netzwerk von Organisationen, die hauptsächlich mit sozial benachteiligten oder diskriminierten jungen Menschen arbeiten. Im internationalen Kontext geht es also um „Youthwork and Socialwork“, in Deutschland allgemein als Jugendsozialarbeit bezeichnet und deswegen ist die BAG KJS auch schon kurz nach Gründung des Forums im Jahr 2002 Mitglied dieses europäischen Netzwerkes. Derzeit hat das YES Forum 34 Mitgliedsorganisationen aus 18 Mitgliedsstaaten der EU. Das YES Forum unterstützt die EU-Jugendstrategie und die draus abgeleiteten Ziele: 1. Mehr und gleiche Chancen für junge Menschen im Bildungsbereich und auf dem Arbeitsmarkt. 2. Die Befähigung junger Menschen zu mehr Teilhabe an gesellschaftlichen Prozessen. Hieraus ergeben sich wiederum die Arbeitsfelder: Bildung (v.a. nonformale), Ausbildung, Jugendarbeitslosigkeit, Jugendbeteiligung und soziale Inklusion. Hierzu werden gemeinsam mit den Mitgliedsorganisationen europäische Partnerprojekte initiiert und umgesetzt. Der Sitz des YES Forums ist in Stuttgart.

Die Mitgliedsorganisationen des YES Forums treffen sich in der Regel zweimal jährlich ganz europäisch im Herbst in der EU-Kapitale Brüssel und im Frühsommer bei einer der europäischen Mitgliedsorganisationen. Zentrales Anliegen sind gemeinsame europäische Projekte.

YES Academy Contact-Making Event
Interessierte Träger und Einrichtungen, die sich auf die internationale Projektbühne wagen wollen, können bei einem Projektkontakttreffen am 6./7. Sept 2016 in Stuttgart unkompliziert Unterstützung bekommen und Kontakte knüpfen. Infos dazu gibt es unter YES Forum Contact Making Event.

Um sich an Projekten zu beteiligen, ist die Mitgliedschaft beim YES-Forum erforderlich. Diese ist bei den Mitgliedsorganisationen und Einrichtungen der BAG KJS gegeben. Wer diesen Tag nutzen will, meldet sich bis zum 3.8.16 an bei:
Alexander Hauser
BAG KJS Jugendsozialarbeit & Europa
Geschäftsstelle: Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg e.V.
Weihbischof-Gnädinger-Haus
Alois-Eckert-Straße 6,
79111 Freiburg
Tel. 0761 8974-191
hauser@caritas-dicv-fr.de
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Verena Wolf - 29.04.2016

Halbzeit - ein Projektbericht

Verena Wolf, Referentin Jugendwohnen bei IN VIA Bayern, nimmt in dem Projekt die Formen der Unterbringung und Begleitung junger Flüchtlinge unter die Lupe. Erste Ergebniise fasst sie hier zusammen.

Nach dem Start am 1. April 2015 läuft das beim Landesverband IN VIA Bayern e. V. Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit im Referat Jugendwohnen angesiedelte Projekt bereits über ein Jahr lang und hat damit bereits seine Halbzeit erreicht.
Das erste Projektjahr war geprägt von der zum 01.11.2015 startenden bundesweiten Umverteilung der unbegleiteten Minderjährigen nach dem „Königsteiner Schlüssel“. Das Projekt reagierte auf diese Herausforderung mit der Einrichtung einer bundesweiten Netzwerkstelle. Einrichtungen, die junge Flüchtlinge unterbringen und betreuen möchten, erhalten dort Hilfe.

„Wer ein Jugendwohnangebot für die oft traumatisierten Minderjährigen schaffen will, braucht schnelle, pragmatische Antworten“, weiß Verena Wolf, zuständige Referentin beim IN VIA Landesverband. Sie hat zu den Trägern Kontakte geknüpft und deren Erfahrungen ausgewertet. Von diesem „Schatz“ können nun Organisationen aus ganz Deutschland ohne großen Aufwand profitieren: Ein Anruf genügt und die Erstberatung erfolgt zeitnah durch die IN VIA-Referentin. Sie ordnet die Anfrage ein und vermittelt dann an kompetente Partner aus ihrem Netzwerk, die ihr Know-how weitergeben möchten.
Nach Abschluss des ersten Projektabschnitts ist für die Verantwortlichen aber auch klar, dass mit der Volljährigkeit die Betreuung der Geflüchteten nicht enden darf. „Der Schritt in die Selbständigkeit gelingt ja nicht automatisch“, resümiert IN VIA-Referentin Verena Wolf, „vielmehr brauchen die jungen Menschen nach ihren oft furchtbaren Erfahrungen sicheren Boden unter den Füßen und ein möglichst vertrautes Umfeld.“
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Schwester Margareta Kühn - Manege gGmbH - 04.04.2016

Not kennt keine Uhrzeit

Katholische Jugendsozialarbeit rund um die Uhr im Einsatz

Diesen Einsatz würdigte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrem Besuch in unserer Einrichtung am 22. März 2016. Sie zeigte sich von der Arbeit der Manege in Berlin-Marzahn tief beeindruckt: „Für junge Menschen zwischen 18 und 26 Jahren gibt es nur noch wenige gesetzliche Angebote einer Förderung. Hier aber erfahren sie Hilfe, um eine komplizierte Lebenssituation zu überwinden.“ Über 300 benachteiligte Jugendliche aus besonders schwierigen Lebenslagen finden in der Manege wieder eine Perspektive. Seit 2005 betreiben wir - die Schwestern der heiligen Maria Magdalena Postel - das Haus gemeinsam mit den Salesianern Don Boscos. Mitten in Marzahn-Hellersdorf, einem Stadtbezirk mit besonders hoher Jugendarbeitslosigkeit. Bei uns beträgt diese 9,4%, im bundesweiten Durchschnitt 5,5%. Und dennoch oder gerade deswegen geben wir nicht auf. Wir unterstützen junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren. Sie könne hier unter anderem eine Ausbildungen zum Maler, Friseur oder Haustechniker machen. Außerdem bieten wir Obdach und Beratung für orientierungslose junge Menschen; jeden Tag im Jahr 24 Stunden lang. Not kennt keine Uhrzeit.

Die Kanzlerin dankte dem Engagement unseres 50-köpfigen Teams und hob hervor, „Unsere politische Aufgabe ist es jetzt, einen gesetzlichen Rahmen zu finden, der aus dem Pilotprojekt RESPEKT erwächst.“ Dafür sieht sie über die Parteigrenzen hinweg gute Chancen. Die Manege wird bis Ende 2017 u. a. über das Pilotprogramm RESPEKT gefördert. Insgesamt stehen für das Programm 30 Millionen Euro zur Verfügung. Damit sollen vor allem die Jugendlichen gefördert werden, die ansonsten nicht erreicht werden oder die nicht in das Korsett einer Maßnahme von der Stange passen. Nach Angaben der Bundesregierung fallen derzeit rund eine halbe Million junge Menschen aus der regulären Bildungs- und Ausbildungsförderung heraus. Da setzen wir an. Unsere Förderung richtet sich am einzelnen Menschen aus. Zu so einer individuellen Unterstützung gehört auch eine mobile bzw. aufsuchende Aktivierung der jungen Leute und psychologische Betreuung. Die Jugendlichen sollen auch nach schwierigen Lebensphasen eine Chance auf ihren Wunschberuf erhalten.
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Silke Starke-Uekermann - 14.03.2016

Jugendlichen immer wieder Chancen geben.

Der Josefstag 2016 unter dem Motto "Faire Arbeit - Jugend braucht Perspektive". Die Auftaktveranstaltung zum Josefstag mit Kardinal Marx und Bischof Wiesemann in München.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, und der Vorsitzende der DBK-Jugendkommission, Bischof Karl-Heinz Wiesemann (Speyer), haben gemeinsam mit Politikerinnen, Politikern und zahlreichen Akteuren der Jugendsozialarbeit am Freitag, 11. März, in München den diesjährigen Josefstag bundesweit eröffnet. Unter dem Motto "Faire Arbeit - Jugend braucht Perspektiven" werben die katholische Kirche und die Träger des Josefstags bis zum Namenstag des Heiligen am 19. März an unterschiedlichen Orten in ganz Deutschland für gerechte Löhne, unbefristete Jobs und besondere Aufmerksamkeit für benachteiligte junge Menschen. Kardinal Marx sagte, es müsse für alle Jugendlichen mehr als nur eine Chance auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt geben.
Gruppenbild Auftakt Josefstag.
Gruppenbild Auftakt Josefstag.
Jugendbischof Wiesemann verdeutlichte, in jedem Menschen stecken Fähigkeiten, die es zu entfalten gelte. Dazu trügen die Jugendsozialarbeit, die Jugendpastoral und die Jugendverbandsarbeit bei. Die beiden Bischöfe nutzten die Gelegenheit zum Gespräch mit jungen Auszubildenden einer Kolping-Werkstatt für Garten- und Landschaftsbau. Dabei erprobten sie auch selbst ihre praktischen Fähigkeiten.
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Peter Müller - 04.03.2016

Neuer Referent im JMD-Programm bei der BAG KJS

Peter Müller stellt sich vor

Mein Name ist Peter Müller und ich arbeite seit dem 01.09.2015 mit einem Stellenumfang von 25% als Referent des Bundestutors JMD, José Torrejón, der BAG KJS e.V. in unserem Berliner Büro.
Zu meinen Aufgaben zählt unter anderem die Unterstützung des Bundestutors in Begleitung des JMD-Programms und hier beispielsweise die Erarbeitung von Stellungnahmen und Positionspapieren zur Situation der Zielgruppen in den Jugendmigrationsdiensten sowie die Mitarbeit bei der Auswertung und Analyse der Sachberichte und der statistischen Erhebungen.
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Christian Hampel - 27.01.2016

SGB II-Verfahrensvereinfachung – noch nicht der große Wurf...

Christian Hampel (von der LAG KJS NRW) ist als Fachreferent für die BAG KJS u.a. für das SGB II zuständig. Die SGB II-"Rechtsvereinfachung" wird aus Sicht der Jugendsozialarbeit nicht der große Wurf. Hampel kommentiert die Neureglungen.

Bereits im November 2012 hatte die Arbeits- und Sozialministerkonferenz die Einrichtung einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Vereinfachung des Leistungsrechts im SGB II (Grundsicherung für Arbeitsuchende) beschlossen. Diese hat zwischen Sommer 2013 und 2014 mehrmals getagt und Vorschläge für mögliche Änderungen im SGB II erörtert. Einige im Konsens formulierte Änderungsvorschläge sind jetzt in den „Entwurf eines Neunten Gesetzes zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch – Rechtsvereinfachung“ eingegangen. Als Ziel des Gesetzentwurfes ist formuliert, dass leistungsberechtigte Personen schneller und einfacher Klarheit über das Bestehen und den Umfang von Rechtsansprüchen erhalten sollen und Mitarbeiter/innen der Jobcenter die Verfahrensvorschriften leichter anwenden können. Einige auch für die Zielgruppen der Jugendsozialarbeit relevanten Neuregelungen werden nachstehend benannt und kommentiert. Die angekündigten Änderungen bei den Sanktionen für junge Menschen erfolgen nicht. Nach wie vor werden Jugendlichen also härter bestraft als andere Hartz-IV-Empfänger.
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Alexander Hauser - 10.12.2015

Jugendsozialarbeit & Europa – wie mobil ist eigentlich die Jugendsozialarbeit?

Alexander Hauser zuständiger Referent für die BAG KJS (Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg e. V.) berichtet über die Mobilität der Jugendsozialarbeit und weist auf eine Studie des IJAB hin.

Dass der europäische Einfluss auf die Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit wichtig ist und immer wichtiger wird, kann wohl kaum jemand bestreiten. Auf der politischen Seite liefert die EU Impulse durch die „EU-Jugendstrategie“, die auf nationaler Ebene wiederum vorangetrieben wird mit dem Ziel: „Mehr Europa in die Kinder- und Jugendhilfe“, und auch die Länder und selbst Kommunen treiben mit eigenen Konzepten eine europäische Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit voran.
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Lisi Maier - 25.11.2015

Neue Vorsitzende der BAG KJS

Lisi Maier stellt sich und ihre Ziele vor

Ein herzliches „Grüß Gott“!

Lisi Maier mein Name, seit dem 19.11.2015 bin ich die neue Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e. V..

Seit 2012 bin ich hauptamtlich Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), dem Dachverband der katholischen Jugendverbände in Deutschland. Ebenfalls 2012 wurde ich auch zur Vorsitzenden des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR) gewählt. Im DBJR sind alle demokratisch legitimierten Jugendverbände, von der Trachten- und Feuerwehrjugend, über die DGB-jugend und die Jugend des Deutschen Roten Kreuzes bis hin zur Jugend des Deutschen Alpenvereins und dem Bund der Alevitischen Jugend organisiert.

Meine Aufgabe ist es sowohl die Interessen der katholischen Jugendverbände, wie der Jugendverbandsarbeit im Allgemeinen in Politik und Gesellschaft zu transportieren und jungen Menschen gute Rahmenbedingungen für ihr ehrenamtliches Engagement zu ermöglichen.
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Dr. Monika Rosenbaum - 05.10.2015

Vernetzte Chancen? Nutzungsmotive sozialer Medien

Dr. Monika Rosenbaum von der IN VIA AKademie stellt das Forschungsprojekt zur Social-Media-Nutzung durch ausgegrenzte Jugendliche vor. Eine erste Konsequenz: Es gilt Ideen für Unterstützung junger Flüchtlinge zu entwickeln.

Warum ein Forschungsprojekt zu Social media?
Die Nutzung von Social Media durch Jugendlich ist bereits seit längerem ein gesellschaftliches Thema. In der Jugendsozialarbeit verfügen viele Fachkräfte über ein geschärftes Problembewusstsein im Blick auf vernetzte Medien und suchen oft nach Möglichkeiten, die Nutzung zu begrenzen. Viel seltener kommt es zu Gesprächen über Chancen, die junge Menschen durch Social Media gewinnen könnten, z.B. das eigene Überleben zu sichern, sich Rat und Unterstützung zu holen, Kontakt zu halten oder neue Perspektiven zu eröffnen.

Das Forschungsprojekt ist explorativ angelegt. Es beschreibt Nutzungsformen in verschiedenen Feldern der Jugendsozialarbeit, systematisiert sie und wertet sie aus. Neben dem besseren Verständnis „unserer“ Jugendlichen geht es auch um die Entwicklung neuer Qualifizierungsangebote, damit Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die sozialen, mobilen Medien auch als wertvolle Ressource statt vor allem als Bedrohung anerkennen.

Das Projekt der IN VIA Akademie ist verortet im Kontext verbandlicher Jugendsozialarbeit, verknüpft innovative Ansätze mit zufällig entstandenen Praktiken und wird mögliche neue Ansätze über das Netzwerk der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e. V. verbreiten. Durch Projektdokumentation und neue Fortbildungsangebote werden Fachkräfte unterstützt, jenseits der üblichen Themen wie Mediensucht und Verschuldung auch die Chancen von Social Media für benachteiligte Jugendliche zu sehen und sich in der Arbeit positiv darauf zu beziehen. Das Projekt trägt damit bei zur Entwicklung einer Digitalen Agenda gegen soziale Exklusion.
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Alle Informationen und Material zur Initiative der BAG KJS gegen Jugendarmut sind erhältlich unter www.jugendarmut.info

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