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19.12. 2016

Freiwillig engagieren und Solidarität beweisen - das Europäische Solidaritätskorps

"Eine neue Möglichkeit sich freiwillig sozial zu engagieren bietet das Europäische Solidaritätskorps. Seit dem 07.12. 2016 können sich junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren registrieren.

Aus Sicht der EU-Kommission können sie so einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Das Solidaritätskorps bietet nicht nur die Möglichkeit auf einen Freiwilligendienst, sondern ermöglicht auch Praktika oder Ausbildungen. Die Projektlaufzeit kann zwischen zwei und zwölf Monaten variieren.

Mögliche Einsatzgebiete bzw. Tätigkeitsbereiche sind
  • Bildungswesen,
  • Gesundheitswesen,
  • Integration in die Gesellschaft,
  • Unterstützung bei der Bereitstellung von Nahrungsmitteln,
  • Bau von Unterkünften,
  • Aufnahme, Unterstützung und Integration von Migranten und Flüchtlingen,
  • Umweltschutz
  • Prävention von Naturkatastrophen.

Doch worin besteht der Unterschied zum Europäischen Freiwilligendienst?
"Jugend für Europa" geht davon aus, dass sich wesentliche Durchführungsbestimmungen, inhaltliche und qualitative Kriterien für Projekte und Organisationen, die Begleitung der Freiwilligen und die Höhe der Förderung an den Bestimmungen des Europäischen Freiwilligendienst (EFD) ausrichten werden. Somit kämen als teilnehmende Organisationen auch die bislang im EFD aktiven in Frage.

Welche Finanzierung ist geplant?
Das Solidaritätskorps soll aus bestehenden Programmen finaziert werden. Abhängig von Aktion-/Einsatzsfeld können Anträge zur Fianzierung aus folgenden Programmen gestellt werden:
  • „Erasmus+ JUGEND IN AKTION“,
  • EU-Programm für Beschäftigung und soziale Innovation (EaSI),
  • „ LIFE“,
  • Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds,
  • Gesundheitsprogramm,
  • Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“,
  • Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und
  • Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums

Kritik und offene Fragen
Die Vermittlung von regiestrierten Freiwilligen soll im Frühjahr 2017 beginnen. Die ersten Einsätze sollen bis Juni 2017 starten. Dabei gibt es noch einiges zu klären und Kritik auszuräumen. Das neue Angebot ist noch nicht ausreichend ausgearbeitet und damit noch nicht funktionsfähig. Das Solidaritätskorps tritt in Konkurrenz zu anderen Freiwilligenprojekten. Anbieter und Teilnehmer geraten "unter Entscheidungsdruck".

"JUGEND für Europa" und die anderen Nationalagenturen für Erasmus+ werden sich mit der EU-Kommission über noch offenen Fragen verständigen. Die für den Moment wichtigsten wären hier vor allem die nach möglichen inhaltlichen Unterscheidungskriterien zwischen EFD- und Solidaritätskorpsprojekten, die Antragsprozeduren und die Ansprache bzw. Kontaktaufnahme zwischen Jugendlichen in der Datenbank und den beantragenden Organisationen. Auch die Frage nach der Organisation von Begleitseminaren steht im Raum."

Quelle:
Nationalagentur für Erasmus+; Jugend für Europa
Dokumente:

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